Pebble Time

Pebble Time© Pebble

Pebble Time

Smartwatches gelten als die neue Hoffnung der internationalen Unterhaltungs-, Kommunikations- und Fitnessbranche. Den Anfang in Sachen Hightech-Uhr machte jedoch nicht Apple, Samsung oder sonst ein Gigant der Technikwelt: Pebble, ein über Spenden finanziertes Projekt beziehungsweise Unternehmen, preschte mit seiner gleichnamigen Watch bereits vor einer ganzen Weile auf den Markt der cleveren Alleskönner-Uhren. Seit Februar diesen Jahres ist auch das Nochfolgemodell, die Pebble Time, zu haben – und dies sogar in zwei Ausführungen! Was die Zeitansager im Einzelnen auszeichnet und für wen sich der Kauf beziehungsweise der Einsatz lohnen könnte, schlüsseln die folgenden Zeilen auf.

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Grundprinzip der Pebble Time

Pebble soll für Fortschrittlichkeit mit einem guten Preisleistungsverhältnis stehen. Diesen Grundsatz wollen die jungen Technikmannschaften von Pebble auch dieses Mal verfolgen und richten sich mit ihrer Time an Personen, die eine hochwertige und vielfältige, zugleich aber auch bezahlbare und einfach zu bedienende Technik wünschen. Folglich verlangt das Crowdfunding-Portal auch dieses Mal recht humane Summen für seine Smartwatch: Rund 130 Euro für die normale Version und 190 Euro für die Edelausführung sollen auf dem Tresen landen, um sich an den Pebble Times erfreuen zu dürfen. Von den Funktionen her ähneln sich die beiden Zeitansager übrigens wie ein Ei dem anderen – lediglich das Design stellt einen offensichtlichen Unterschied dar.

Ausstattung im Detail

Hauptmerkmal der Pebble Time ist der besondere E-Ink-Bildschirm. Dieser fällt nun erstmals „bunt“ aus, hat jedoch die gleiche große löbliche Eigenschaft wie das Display des Vorgängers zu bieten: Lediglich, wenn der Bildinhalt verändert wird, benötigt die Uhr für die Umstellung der Oberflächenstruktur Strom. Somit hält der Akku der Pebble Time wesentlich länger als der von vergleichbaren Smartwatches aus: Bis zu acht Tage am Stück bei mäßiger Benutzung darf die Pebble Time ohne Aufladevorgang ihren Dienst verrichten. Dennoch muss dabei erwähnt werden, dass der Bildschirm bei Weitem nicht so farbvoll und scharf wie ein klassisches LCD-Display ausfällt. Dieser nimmt übrigens gut 1,2 Zoll ein, was eine Diagonale von 3,2 Zentimetern macht, wobei noch ein Bildschirmrand von einem guten halben Zentimeter hinzukommt.
Die Modelle sind außerdem wasserdicht konzipiert – zumindest bis zu einer Tiefe von 50 Metern. Und das über einen längeren Zeitraum hinweg: Während manche Smartphones, die mit dem IP-67-Zertifikat dienen können, lediglich für eine halbe Stunde im kühlen Nass verweilen dürfen, hält es die Pebble Time auf unbegrenzte Dauer in normal temperierten Gewässern aus.
Einen beziehungsweise mehr oder weniger den einzigen Unterschied offenbaren somit Gehäuse und Armband: Während die klassische Pebble Time mit einem „normalen“ Armband aus Kunststoff (Polykarbonat) daherkommt, kann die Pebble Time Steel mit einem Edelstahlkonzept dienen, welches sich sowohl haptisch als auch optisch auszahlt. Ein sehr edles Design und ein angenehmerer, weitgehend schweißfreier, Traggenuss rechtfertigen den Aufpreis allemal.

Funktionen und Besonderheiten

Die Pebble Time wird per Funk mit dem Handy verbunden. Dies geschieht per Bluetooth oder NFC und klappt sowohl mit Android- als auch iOS-Geräten. Die Verbindung an sich ist sehr stabil, wodurch auch eine flüssige Bedienung gewährleistet ist. Apropos Bedienung: Die Grundaufgabe der Uhr besteht in der „vereinfachten Verwaltung nutzerbezogener Smartphone-Anwendungen“. Soll heißen: Eingehende Textnachrichten, Erinnerungen und sonstige Benachrichtigungen werden automatisch auf das Display der Uhr übermittelt. Nützlich also vor allem für Personen, die mittlerweile bereits ein Phablet in Benutzung haben und Ihre Telefon-Scheibe nicht jedes Mal aufs Neue aus der Hosentasche fischen möchten. Diese Grundfunktion bot jedoch bereits die Pebble Watch. Neu an Board ist hingegen das integrierte Mikrofon: Jetzt können sogar Telefonate über die Pebble Time geführt werden. Und dank der zusätzlichen Lautsprecher gelangen nun auch die Stimmen des Gesprächspartners – wenn auch etwas schwach – aus der Wunderuhr.

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Von Werk aus ist die Pebble Time zudem mit einem kleinen Inventar an Programmen, sogenannten Apps, ausgestattet. Aufgrund des knappen Speichers passen allerdings nur wenige zusätzliche Apps auf die Uhr. Zudem müssen diese erst auf das entsprechende Smartphone geladen, anschließend eventuell mit dem (kostenlosen) Konverter bearbeitet und anschließend an die Smartwatch übertragen werden.
Ein besonderes Gimmick liefert Pebble seinen Kunden diesmal in Form einiger besonders cleverer Armbänder, die bei Bedarf gegen die normalen Ausführungen ausgetauscht werden können. „Smart Straps“ nennt Pebble dieses Zubehör und verspricht mit einem integrierten Pulssensor und GPS-Chip einen nochmals gesteigerten Uhrenspaß.

Fazit

Summa summarum macht auch die Zweitauflage der Alleskönner-Uhr Pebble Time einen attraktiven und nützlichen Alltags-Zusatz aus, dürfte jedoch nur bei Personen, die wirklich oft Ihr Handy nutzen und zudem aufgeschlossen gegenüber Neuerungen sind, wirklich gut ankommen.

Pebble Time Smart Watch schwarz

Pebble Time Smart Watch schwarz
8.64

DESIGN UND VERARBEITUNG

8/10

    AUSSTATTUNG UND FUNKTION

    8/10

      AKKU LAUFZEIT

      10/10

        KOMPATIBILITÄT/ZUBEHÖR

        9/10

          PREIS/LEISTUNG

          9/10

            Vorteile

            Nachteile